Wer
vom Hafen der SGW in die Tiefe der Altrheinaue hineinsegeln will, hat schon
fast einen Halbtagstörn vor sich, wenn er das ganze Gewässer durchfahren
möchte. Größere und kleinere Becken wechseln mit engen,
fast überwachsenen Passagen, in denen der Segeltrimm zur Glückssache
wird. Bei westlichen Winden hat man eine lange Kreuzstrecke vor sich, die
dann nach Otterstadt hin allmählich zum Halbwindkurs wird.
Ab der ersten Passage gehört der Altrhein nur noch den Seglern, Anglern
und Paddlern. Hat man schließlich nach Überquerung der mittleren
"Platte" das Kollerbecken erreicht, erweitert sich das von Badestränden
gesäumte Gewässer und erlaubt längere Schläge. Aber
auch eine Nacht vor Anker, ungestört von der Hektik und Rastlosigkeit
unseres Alltags.
Die Vogelwelt mit Enten, Blesshühnern, Reihern, Wildgänsen und
Nachtigallen, ein Gewässer mit so vielen Gesichtern wie es Jahreszeiten
gibt, die ganze Schönheit der urwelthaften Natur offenbaren sich dem
lautlos dahingleitenden Segler.
Ein Revier zum Verlieben, zum Erholen, ein Revier für Naturliebhaber,
aber auch ein Revier zum Segeln.
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